28. September 2015

Unser Selbstverständnis

Wir machen bei „Weinheim bleibt bunt“ mit als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, mit und ohne Migrationshintergrund. Wir wollen ‚Gesicht zeigen‘ und uns engagieren für eine offene Gesellschaft, für eine Willkommenskultur gegenüber allen, die in unsere Stadt kommen. Fremdenfeindlichkeit ist für uns Menschenfeindlichkeit.

Infostand

Wir freuen uns an der Vielfalt in Deutschland. Sie macht unser Land erfolgreich, interessant und liebenswert. Wir lehnen es ab, in der ideologischen, kulturellen oder religiösen Einheitlichkeit etwas Erstrebenswertes zu sehen. Darum sind wir gegen Versammlungen von extremistischen Parteien und Gruppen in unserer Stadt, weil diese gegen all die Werte stehen, die uns wichtig sind.

Wir erleben täglich die Verschiedenheit der Menschen. Ihre Religion, ihre kulturelle Herkunft, ihre Hautfarbe, ihre sexuellen Orientierung sind Zeichen von Vielfalt, die uns auffordert, Entdeckungen zu machen, uns selbst in den Augen der „anderen“, also auch der Zuwanderer sehen zu lernen und so für unser Leben reicher zu werden. Wir lehnen es ab, die Verschiedenheit vor allem als Belastung oder gar als Bedrohung zu betrachten.

Wir wissen, dass die schon hier lebenden und die neuankommenden Flüchtlinge auf unseren Schutz hoffen und mit unserer Gastfreundschaft rechnen. Wir sind entschlossen, diese Menschen ohne Vorbehalte willkommen zu heißen und sie auf ihrem Weg mit der nötigen Sensibilität zu begleiten.

Wir sehen das Nebeneinander von Christen verschiedener Konfessionen, von Juden, Muslimen oder Angehörigen anderer Glaubensrichtungen sowie von Menschen ohne religiöse Bindung als eine Chance, einander besser kennen zu lernen und im Kleinen auszuloten, wie das Nebeneinander zu einem Miteinander in dieser globalen Welt werden kann.

Entschlossen werden wir jeder Form von Ausgrenzung dieser benannten Gruppierungen entgegentreten.

Wir sind uns bewusst, dass es in unserer Stadt auch Juden gibt, die angesichts der in Europa wachsenden Judenfeindlichkeit unseres besonderen Schutzes bedürfen.

Entschlossen werden wir jeder Form von antijüdischen Äußerungen entgegentreten, sowie jeglicher Form der Verharmlosung oder gar Leugnung der von Deutschland im Nazi-Regime ausgehenden Judenverfolgung und des Holocaust.

Wir lassen nicht zu, dass Angehörige unter uns lebender Minderheiten wegen besonderer Merkmale ausgegrenzt werden.

Wir stehen zu der Bundesrepublik Deutschland und achten die im Grundgesetz verankerten Grundwerte.

Dazu gehört für uns an erster Stelle die Achtung der Würde aller Menschen. Die in unserer Gesetzgebung verankerte Religionsfreiheit, die gleichen Rechte von Männern und Frauen, die Ablehnung jeder Gewaltanwendung gegen Andersdenkende und Andersgläubige sind für uns essentiell.

Wir erwarten von allen, die hier leben, Einheimischen und Zugewanderten, dass sie sich für diese Werte aktiv einsetzen.

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